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Wohnung mieten in Österreich: Guide und Preise

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Die Wohnungssuche funktioniert in ganz Österreich nach denselben Regeln – aber die Märkte könnten unterschiedlicher kaum sein. Zwischen einer Altbauwohnung in Wien, einer Neubaumiete in Innsbruck und einer Genossenschaftswohnung im Mühlviertel liegen Welten, sowohl beim Preis als auch beim Tempo. Hier der Überblick.

Gezeichnete Karte von Österreich mit Alpen und den größten Städten

So läuft die Suche ab

  1. Budget realistisch rechnen. Zur Miete kommen Betriebskosten (BK), meist eine Kaution von drei Bruttomonatsmieten und gelegentlich eine Ablöse für Küche oder Möbel. Faustregel: Fürs Einziehen brauchen Sie das Vierfache der Monatsmiete auf dem Konto.
  2. Auf den richtigen Portalen suchen. willhaben.at dominiert den Markt überall, dazu kommen immobilienscout24.at, derStandard und regionale Anbieter. In den Städten mit Hochschulen lohnen die ÖH-Wohnbörsen.
  3. Alerts statt täglichem Scrollen. Gute Inserate sind schnell vergeben. Mietscan scannt willhaben alle 5 Minuten und meldet Treffer sofort per Telegram oder E-Mail – in der Beta kostenlos.
  4. Unterlagen vorbereiten und schnell antworten. Gehaltsnachweise, Meldezettel, kurze Vorstellung. Wer in den ersten Stunden schreibt, bekommt die Besichtigung.
  5. Vertrag prüfen, dann unterschreiben. Befristung, Kaution und Klauseln sind gesetzlich geregelt – eine Vertragsprüfung vor der Unterschrift erspart teure Überraschungen.

Wo Österreich teuer ist – und wo nicht

Die teuersten Mietmärkte sind seit Jahren Innsbruck und Salzburg: wenig Fläche, Tourismus und Studierende treiben die Quadratmeterpreise über das Wiener Niveau. Wien ist für eine Hauptstadt vergleichsweise moderat – der große Bestand an Altbau-, Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen dämpft die Preise. Graz und Linz liegen spürbar darunter und sind bei Berufseinsteigern entsprechend beliebt. Am günstigsten wohnt man in Kärnten, im Burgenland und in vielen Regionen von Niederösterreich und der Steiermark abseits der Landeshauptstädte.

Eine nützliche gesetzliche Referenz sind die Richtwerte 2026 – sie begrenzen die Miete für Altbauwohnungen im Vollanwendungsbereich des MRG (pro m², seit 1. April 2026, Quelle: Statistik Austria):

  • Burgenland: 6,15 €
  • Wien: 6,74 €
  • Niederösterreich: 6,92 €
  • Oberösterreich: 7,30 €
  • Kärnten: 7,89 €
  • Tirol: 8,22 €
  • Steiermark: 9,30 €
  • Salzburg: 9,31 €
  • Vorarlberg: 10,35 €

Wichtig zur Einordnung: Der Richtwert gilt nur für Altbau (vor 1945) im MRG-Vollanwendungsbereich, mit Zu- und Abschlägen. Neubauten und viele andere Wohnungen sind frei vereinbar – Marktmieten liegen daher meist deutlich über diesen Werten. Ob der Richtwert für Ihren Vertrag gilt, zeigt unsere Vertragsprüfung.

Die Märkte im Schnellporträt

  • Wien: Der größte Markt mit dem härtesten Tempo. Dafür beste Auswahl in jeder Preisklasse.
  • Graz: Studentenstadt – ab August wird es eng, im Frühjahr ist die Auswahl am besten.
  • Linz: Solider Arbeitsmarkt, faire Mieten, oft unterschätzt.
  • Salzburg: Klein, schön, knapp. Auch das Umland (Flachgau) einplanen.
  • Innsbruck: Der angespannteste Markt des Landes. Alerts sind hier kein Luxus, sondern Voraussetzung.

Alle weiteren Städte finden Sie über die Live-Karte – einfach das Bundesland im Filter wechseln.

Drei Besonderheiten des österreichischen Markts

Genossenschaftswohnungen sind in Ober- und Niederösterreich ein großer Teil des Markts: einmaliger Finanzierungsbeitrag, dafür stabile Mieten unter Marktniveau. Gemeindewohnungen spielen vor allem in Wien eine Rolle, brauchen aber Wartezeit und Voraussetzungen. Und in den Universitätsstädten gilt: Der September ist der schlechteste Monat zum Suchen – wer kann, sucht im Frühjahr oder Frühsommer.